Konzepte

Spezielle und hohe Anforderungen verlangt der Quartierplan hinsichtlich Nachhaltigkeit. Im Bereich Energie ist ein Nachweis der Einhaltung der Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft zu erbringen. Betreffend Gesundheit und Bauökologie sind schadstoffarme Materialien mit wenig grauer Energie zu verwenden. Zudem sind geeignete Massnahmen für einen sorgfältigen Umgang mit dem Trinkwasser zu ergreifen. Den Lärmbelastungen ist mit baulichgestalterischen Massnahmen zu begegnen.

Ein Gesamtkonzept der Kleinbruggen AG zeigt die Details für die Umsetzung der nachfolgenden Bereiche auf:

 

Anergienetz

Der Anschluss für das Anergienetz besteht an der Rheinfelsstrasse. Das Anergienetz ist ein geschlossener Kreislauf. Die Rückgabeleitung ist eine separate (dritte) Leitung, welche von der Grundwasserentnahme (Pumpe im Brunnen) über einen Wärmetauscher bis zum Schluckbrunnen geführt wird. Der Bereich des Schluckbrunnens wurde in einem Vertrag zwischen den Grundeigentümern und der IBC Energie Wasser Chur gesichert und ist im Quartiererschliessungsplan integriert.

 

Energie/2000-Watt-Gesellschaft

In der Schweiz werden heute im Durchschnitt pro Person 6300 Watt Dauerleistung bezogen. Der globale Durchschnitt liegt bei rund einem Drittel, bei 2000 Watt. Mit dem Ansatz der 2000-Watt-Gesellschaft soll dem steigenden Ressourcenverbrauch entgegengehalten werden. Die Überbauung Kleinbruggen muss die Anforderungen einer 2000-Watt-Gesellschaft erfüllen. Dabei werden insbesondere 3 Bereiche beurteilt: Erstellung, Betrieb, Mobilität. Ein tiefer Energieverbrauch mit geringen CO2-Emissionen ist der grösste Beitrag zu einer nachhaltigen Quartierentwicklung. Zu diesem Zweck werden die Bauten nach den Vorgaben des Zertifikats „2000-Watt-Areale“ von Energiestadt realisiert. 2000-Watt-Areale unterschreiten die Zielwerte für Treibhausgasemissionen und für nicht erneuerbare Primärenergie, welche aus dem Energieverbrauch in den Bereichen Erstellung, Betrieb und Mobilität entstehen.

 

Nachhaltigkeit/Gesundheit, Bauökologie und Wasser

Der Nachhaltigkeitsgedanke wird mit der Wahl der Baumaterialien und dem Umgang mit Trinkwasser gestärkt. So dürfen nur Materialien verwendet werden, die wenig Schadstoffe beinhalten und in deren Produktion ein geringer Anteil an grauer Energie steckt. Die KBOB-Vorgaben „ECO-BKP Merkblätter, ökologisches Bauen nach Baukostenplan BKP“ sind dabei richtungsweisend. Gleichzeitig soll ein sparsamer Umgang mit dem Brauchwasser gefördert werden. Demnach sind wassersparende Geräte einzusetzen, die die Minimalanforderung von Minergie-Eco gemäss Checkliste Trinkwassereffizienz erfüllen.